Körperfett – Ein Überblick

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Körperfett ist lebensnotwendig für den menschlichen Körper.

Natürlich fällt der Anteil des Körperfetts bei dem einen oder anderen Menschen unterschiedlich aus.

Körperfettgewebe stellt eine Sonderform des Bindegewebes dar. Innerhalb des Fettgewebes wird das sogenannte Fett in den „Fettzellen“ gespeichert.

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Körperfettgewebe:

  • Weißes Körperfett
  • Braunes Körperfett

 

1. Braunes Körperfett

Die Funktion des sogenannten braunen Körperfetts ist die Erzeugung von Wärme. Man nennt diesen Vorgang auch Thermogenese.
Bei Säuglingen beträgt das braune Körperfett etwa 5 Prozent des Gesamtgewichts und befindet sich im Hals- und Brustbereich. Erwachsene hingegen weisen das braune Körperfettgewebe kaum noch auf.

Braune Körperfettzellen werden durch einen Kältereiz „aktiv“. Neugeborene besitzen im Gegensatz zu Erwachsenen noch kein vollständig ausgebildetes Theromoregulationsystem und sind dadurch stärker vom Auskühlen betroffen.

 

2. Weißes Körperfett

Wenn man von Körperfett spricht, dann meint man beim erwachsenen Menschen das sogenannte weiße Körperfett. Dieses kann an fast allen Körperstellen vorkommen.

Es kann je nach Funktion und Auftreten weiter klassifiziert werden:

Speicher- oder Depotfett

Darunter versteht man das Fett, das in der Unterhaut sowie am Bauch und in den Gesäßbacken vorhanden ist.

Diese Fettart ist also für den sogenannten „Bierbauch“ oder „Reiterhose“ verantwortlich.

Das in der Bauchhöhle gelagerte Fett, das die inneren Organe und den Darm umhüllt, wird auch als Viszeralfett bezeichnet und dient als zusätzlicher Schutz.

Der Körper besitzt mit diesen Fettdepots große Energiereserven und kann daher bis zu 40 Tage ohne Nahrungsaufnahme auskommen.

Die Höhe des Depotfetts hängt unter anderem vom Geschlecht und dem Ernährungszustand ab. Bei Normalgewichtigen beträgt das Depotfett bei Männern ca. 15 Kg, bei Frauen etwa 15 bis 20 Kg.

Speicherfett kann für die Gesundheit schädlich sein, wenn sein Anteil zu hoch ist.

Bau- oder Strukturfett

Baufett lagert sich unter den Fußsohlen, an den Gelenken oder am Gesäß an und fungiert als druckelastisches Polster.

Es umgibt auch die Herzkranzgefäße, die Niere oder den Augapfel. Diese Fettart dient also dem menschlichen Körper, insbesondere den Organen und Gelenken, als mechanischer Schutz vor einer zu starken Druckbelastung.

Bei Ernährungsmangel oder bei einer Diät wird das Bau- oder Strukturfett immer als letzte Energiequelle mobilisiert, d.h. abgebaut.

Wenn die Reserven an Strukturfett angegriffen werden, kann der Körper nicht mehr störungsfrei funktionieren. Dies ist bei Männern ab einem Körperfettanteil von unter 6 und bei Frauen von unter 12 Prozent der Fall.

Isolierfett

Fett ist ein schlechter Leiter, was Wärme betrifft.
Deshalb ist die Funktion des Isolierfetts den Wärmeverlust des Körpers zu reduzieren. Dieses Körperfett findet sich im Unterhautgewebe wieder.

Wenn zu viel Isolierfett im Körper entsteht, dann spricht man auch vom obigen Bau- und Strukturfett.

 

3. Zusammenfassung

Dem Körperfettgewebe kommen verschiedene Aufgaben und Funktionen zu.

Das weiße Körperfett dient als

  • Energiespeicher und Brennstoffvorat (Speicher- und Depotfett),
  • als mechanisches Schutzpolster (Bau- und Strukturfett) an Körperstellen mit starken mechanischer Beanspruchung sowie
  • als Wärmeschutz (Isolierfett).

Darüber hinaus spielt das Körperfett bei der Gestaltung des Körpers eine Rolle. Die unterschiedlichen Körperformen von Mann und Frau liegen unter anderem auch daran, dass das Körperfett unterschiedlich stark verteilt ist.

Das braune Körperfett produziert Wärme und baut damit Kalorien ab. Weißes Körperfett lagert dagegen Energiereserven ein und produziert  damit Übergewicht.