Der Körperwasseranteil kann mit Hilfe der Watson-Formel grob abgeschätzt werden. Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Körperwasseranteil kann gesundheitlichen Folgen haben.

Inhaltsangabe

Körperwasseranteil Rechner nach Watson

Aus den Angaben Geschichten, Alter, Gewicht sowie Körpergröße lässt sich das Gesamtkörperwasser bzw. der Körperwasseranteil berechnen:

Erklärung zum Körperwasseranteil-Rechner

Die dem Körperwasser-Rechner zugrunde liegende Watson-Formel [2] gilt nur für Erwachsene. Daher können nur Werte ab 18 Jahren für das Alter eingegeben werden.

Das gesamte Körperwasser wird in Litern angegeben. Der Körperwasseranteil ist ein prozentualer Wert und berechnet sich als Quotient von Körperwasser zu Körpergewicht.

Klassifikation des Wasseranteils

Es gibt unterschiedliche Quellen und wissenschaftliche Studien zum Wasseranteil im menschlichen Körper.

Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat folgende Richtwerte für eine normalgewichtige Person veröffentlicht [3]:

  • Kinder: 60 – 75 %
  • Frauen: 50 – 55 %
  • Männer: 60 – 65 %

Die Werte haben allerdings keinen Altersbezug.

Schwankungen des Körperwasseranteils

Der Körperwasseranteil schwankt während des Tages und der Nacht.

Nachts verliert der Körper Wasser. Man fühlt sich morgens deshalb oft etwas ausgetrocknet. Aber auch tagsüber kommen Schwankungen in unserem Wasserhaushalt vor, die unterschiedliche Gründe haben können: Sport, Baden, Menstruation, Alkohol und Krankheit.

Einfluss von Körperfett- und Muskelanteil

Wenn der Körperfettanteil zunimmt, nimmt der Anteil des Körperwassers ab. Eine Erhöhung der Muskelmasse dagegen hat eine Zunahme des Körperwassers zur Folge.

Dies liegt am recht unterschiedlichen Wassergehalt von Fett- und Muskelgewebe. Denn Körperfett enthält circa 25 Prozent Wasser, wohingegen etwa 75 Prozent Wasser die Muskulatur ausmacht.

Watson-Formel

Die von Watson publizierte Formeln [1][2] lassen sich wie folgt formulieren:

$ \begin{equation}\label{eq:gkwman} \boxed{GKW_{Mann} = 2.447 – 0.0915 ~ \cdot  A + \\ 0.1074 ~ \cdot ~K  + 0.3362  ~ \cdot~ G}\end{equation}$ 

$\begin{equation}\boxed{GKW_{Frau} = -2,097 + \\ 0.1069 ~ \cdot ~K  + 0.2466  ~ \cdot~ G}\end{equation}$

Das Gesamtkörperwasser GKW wird nach Watson vom Alter A (in Jahren), Körpergewicht G (in Kilogramm) und der Körpergröße K (in Zentimeter) bestimmt.

Die Original-Formel von Watson ist bei der Frau unabhängig vom Alter, was natürlich nicht der Realität entspricht. Von Axel Eicker [2] wurde die Watson-Formel um eine Altersabhängigen Term erweitert, der beim Watson-Rechner stattdessen benutzt wurde:

$ \boxed{GKW_{Frau} = -0,203 – 0.07 ~ \cdot  A + \\ 0.1069 ~ \cdot ~K  + 0.2466  ~ \cdot~ G}$ 

Schwächen der Watson-Formel

Die Watson-Formel stellt natürlich keine „exakte“ Formel, um den Körperwasseranteil zu berechnen. Sie ist als Abschätzung für das im Körper befindliche Wasser zu sehen.

Denn sie berücksichtigt die konkrete Körperzusammensetzung nicht, sondern nur das Körpergewicht. Allerdings hat der Körperfett- sowie der Körpermuskelanteil einen Einfluss auf Menge des Körperwassers.

Körperfett enthält etwa 25 Prozent Wasser, wohingegen Muskelgewebe etwa aus 75 Prozent Wasser besteht.

Bedeutung der Watson-Formel

Die Berechnung der Blutalkoholkonzentration („Promillerechner“) kann die mit Hilfe der Wídmark-Formel abgeschätzt werden [1]. Diese benutzt den nach Watson berechneten Körperwasseranteil.

Messung des Körperwasseranteils

Wer mehr als eine grobe Abschätzung des Körperwasseranteils benötigt, muss auf genauere Messverfahren zurückgreifen.

Verdünnungsmethode

Bei der Verdünnungsmethode dient Deuteriumoxid als Markersubstanz, die oral eingenommen oder in den Körper injiziert wird [5]. Das Deuteriumoxid verteilt sich nach einigen Stunden gleichmäßig im Körperwasser, wodurch dessen Konzentration verdünnt wird. Durch Messung der Deuterium-Konzentration im Blut oder im Urin, kann man dann auf die Menge des Gesamtkörperwassers geschlossen werden.

Die Verdünnungsmethode gilt als relativ genau. Allerdings ist sie aufgrund des Aufwands nur klinischen Untersuchungen und wissenschaftlichen Studien vorbehalten.

Körperanalysewaage

Eine Körperanalysewaage misst den Wechselstrom-Widerstand des menschlichen Gewebes, indem sie die verschiedenen Leitfähigkeiten von Fett- und Muskelgewebe ausnutzt. 

Empfehlenswert für die Messung ist eine sogenannte Ganzkörperanalysewaage, die sowohl über Elektroden für die Füße als auch für die Hände verfügt. Diese Waagen sind genauer als herkömmliche Körperfettwaagen, die nur eine Messung für die Beine und den Unterkörper durchführen.

Bedeutung von Körperwasser

Das Körperwasser spielt eine wichtige Rolle in vielen Prozessen, die in unserem Körper ablaufen. Nur bei ausreichender Versorgung mit Wasser können sämtliche Körperzellen optimal funktionieren.

Wasser dient als Transportmedium und ermöglicht dadurch die Nährstoffzufuhr in den Zellen oder die Ausscheidung von Substanzen. Außerdem fungiert Wasser als Reaktionspartner bei Stoffwechselprozessen. Wasser hilft bei der Regulation der Körpertemperatur, was wohl schon jeder beim Schwitzen erfahren hat.

Was passiert bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme?

Ohne Wasser kommt der menschliche Organismus etwa 2 bis 4 Tage aus. Deshalb muss der Mensch ausreichend viel Flüssigkeiten regelmäßig aufnehmen, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.

Wenn man zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, dann kommt es zum Wassermangel des Körpers, was man auch als Dehydratation bezeichnet.

Vor allem ältere Menschen sind von einem Flüssigkeitsmangel bedroht. Dies liegt zum einen am abnehmenden Durstempfinden und zum anderen am erhöhten Flüssigkeitsverlust.

Symptome von Flüssigkeitsmangel

Die Symptome von Dehydratation hängen vom Grad der Austrocknung ab und können zu erheblichen Störungen sämtlicher Organe sowie des Immun- und Nervensystems führen:

  • Durst
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • dunkelgelber Urin
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwächen
  • eingesunkene Augen
  • Herzrasen
  • niedriger Blutdruck
  • Kreislaufschwäche
  • Muskelkrämpfe
  • Bewusstseinsstörungen: Verwirrtheit, Delirium
  • Kreislaufzusammenbruch, Koma

Was passiert bei Überwässerung?

Auch wenn man zu viel Wasser im Körper hat, kann dies zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Man nennt diesen Zustand auch Hyperhydration [4].

Die Folgen von Überwässerung ist unter anderem die Einlagerung von Wasser in Bindegewebe, was als Ödem bezeichnet wird. Es kann hierbei auch zu bedrohlichen Komplikationen kommen, wie der Bildung eines Lungen- und Hirnödems.

Quellenverzeichnis :
[1] Wikipedia. Blutalkoholkonzentration. URL

[2] P. E. Watson, R. Watson, R. D. Batt: Total body water volumes for adult males and females estimated from simple antropometric measurements. In: The American Journal of Clinical Nutrition. 33, Januar 1980: 27–39. URL

[3] Wikipedia. Körperflüssigkeit. URL

[4] Wikipedia. HyperhydratationURL

[5) Wikipedia. Body waterURL

Wichtiger Hinweis:

Die Inhalt in diesem Blogartikel sind rein informativer Natur. Sie stellen weder eine medizinische Diagnose dar noch können sie im Bedarfsfall den Besuch beim Arzt ersetzen.